Satzung der Gesellschaft Reitercorps Wilhelm Marx

 

  1. Die Gesellschaft führt den Namen „Gesellschaft Reitercorps Wilhelm Marx”. Sie wurde laut Gründungsprotokoll am 12. Oktober 1926 in Düsseldorf gegründet.

  2. Die Gesellschaft besteht aus einer Fußtruppe und einer berittenen Abteilung.

  3. Die Gesellschaft pflegt die Förderung vaterstädtischen Brauchtums, die reiterliche Ausbildung, die gesellige und bildende Unterhaltung der Mitglieder sowie den kameradschaftlichen Zusammenhalt.

    Die Gesellschaft ist ein Teil des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 e.V..

    Sie nimmt an allen Veranstaltungen des Vereins teil und wird tätig im Sinne der Satzung des Vereins. Die Gesellschaft darf keine Beschlüsse fassen, die den satzungsmäßigen Bestimmungen des Vereins zuwiderlaufen.

    Die Gesellschaft führt ein Eigenleben mit eigenem Vorstand und mit selbständigen Kassengeschäften einschließlich selbständiger Beitragsfestsetzung.

  4. Der geschäftsführende Vorstand besteht aus dem
    • 1. Vorsitzenden (1. Hauptmann)
    • 1. Rittmeister
    • 2. Vorsitzenden (2. Hauptmann)
    • 1. Schriftführer
    • 1. Schatzmeister,
      mindestens aber aus drei Personen.

      Der erweiterte Vorstand besteht aus dem
    • geschäftsführenden Vorstand
    • 2. Rittmeister
    • 2. Schriftführer
    • 2. Schatzmeister
    • Oberleutnant (Zugführer)
    • 1. Schießleiter
    • Festausschussvorsitzenden
    • 1. Beisitzer
    • 2. Beisitzer
    • 3. Beisitzer.

    Die Ehrenhauptleute, die Ehrenrittmeister und der amtierende Kompaniekönig sind Mitglieder des erweiterten Vorstandes ohne Stimmrecht. Über die Teilnahme weiterer Personen entscheidet der geschäftsführende Vorstand im Einzelfall.


  5. Der 1. Vorsitzende vertritt die Belange der Gesellschaft in jeder Beziehung, er beruft und leitet die Versammlungen der Gesellschaft sowie die Sitzungen des geschäftsführenden und erweiterten Vorstandes. Im Verhinderungsfall übernimmt der 1. Rittmeister, bei dessen Verhinderung der 2. Vorsitzende und im Falle dessen Verhinderung ein Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes die Aufgaben des Vorsitzenden.

  6. Die Gesellschaft wird gerichtlich und außergerichtlich durch den 1. Vorsitzenden oder den 1. Rittmeister gemeinsam mit einem weiteren Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes vertreten. Der geschäftsführende Vorstand überwacht die Angelegenheiten der Gesellschaft und ist für die Durchführung gefasster Beschlüsse verantwortlich.

  7. Im Rahmen regelmäßig anfallender Geschäfte verfügt der 1. Vorsitzende oder der 1. Rittmeister gemeinsam mit einem weiteren Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes über finanzielle Leistungen der Gesellschaft.

  8. Der 1. Schriftführer übernimmt die schriftlichen Arbeiten der Gesellschaft und hat alle Vereinspapiere und Schriftstücke geordnet aufzubewahren. Er wird bei diesen Arbeiten vom 2. Schriftführer unterstützt. Alle Eingänge von Post oder sonstigen Schriftstücken gehen zu Händen des 1. Vorsitzenden.

  9. Der 1. Schatzmeister verwaltet das Vermögen der Gesellschaft, er nimmt Mitgliedsbeiträge in Empfang und hat über Einnahmen und Ausgaben Buch zu führen. Er darf Rechnungen usw. erst dann bezahlen, wenn diese vom 1. Vorsitzenden oder dem 1. Rittmeister bestätigt sind. Er wird bei seiner Arbeit vom 2. Schatzmeister unterstützt.

  10. Für den Fall, dass der gesamte geschäftsführende Vorstand an der Wahrnehmung seiner Aufgaben gehindert oder kein handlungsfähiger geschäftsführender Vorstand gewählt ist, hat der erweiterte Vorstand die erforderlichen Maßnahmen zu treffen.
    Bis ein geschäftsführender Vorstand wieder handlungsfähig ist, kann der erweiterte Vorstand insbesondere die Funktionen des 1. Vorsitzenden oder des 1. Rittmeisters und ggfls. eines weiteren Vorstandsmitglieds bei der Außenvertretung (Nr. 6 S. 1), der Durchführung gefasster Beschlüsse (Nr. 6 S. 2), der Verfügung über finanzielle Leistungen der Gesellschaft (Nr. 7), der Bestätigung von Rechnungen (Nr. 9 S.2) sowie bei der Einberufung und Leitung von Generalversammlungen (Nr. 13 S. 2 u. 15 S. 1) und Monatsversammlungen (Nr. 13 S. 1) übernehmen.
    Im Bedarfsfall wählen die stimmberechtigten Mitglieder des erweiterten Vorstands mit einfacher Mehrheit aus dem Kreis aller Mitglieder des erweiterten Vorstands eine/n Sprecher/in und mindestens eine Vertretungsperson.

  11. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

  12. Die Kasse der Gesellschaft wird jeweils nach Abschluss des Geschäftsjahres und grundsätzlich vor der Generalversammlung der Gesellschaft von zwei Kassenprüfern geprüft. Die Kassenprüfer haben über diese Prüfung der Gesellschaft anlässlich der jeweiligen Generalversammlung Bericht zu erstatten.

  13. Grundsätzlich findet monatlich eine Mitgliederversammlung statt. Der geschäftsführende Vorstand hat außerdem jeweils im März eine Generalversammlung einzuberufen. Dies hat an die Mitglieder unter Bekanntgabe der Tagesordnung zu geschehen.
    Die außerordentlichen Mitglieder und die Jungschützen erhalten die Einladungen zur Kenntnisnahme. Der geschäftsführende Vorstand kann ihnen generell oder im Einzelfall individuell oder allgemein die Teilnahme an der Mitgliederversammlung und der Generalversammlung einräumen, insbesondere soweit es zur Ausübung von Mitgliedschaftsrechten angezeigt erscheint. Die Einladung zur Generalversammlung muss den Mitgliedern der Gesellschaft spätestens 20 Tage vor dem Versammlungstermin mit Hinweisen auf die Punkte der Tagesordnung zugehen.

    Die Tagesordnung der Generalversammlung hat u.a. die nachfolgenden Punkte zu umfassen:
    a. Jahresbericht des Schriftführers
    b. Kassenbericht des Schatzmeisters
    c. Bericht der Kassenprüfer
    d. Entlastung des Schatzmeisters
    e. Entlastung des erweiterten Vorstandes
    f. Wahl des Wahlleiters
    g. Neuwahlen.

    Zusatzanträge der Mitglieder für die Tagesordnung der Generalversammlung sind spätestens bis zum achten Tag vor der Generalversammlung schriftlich an den 1. Vorsitzenden oder den 1. Rittmeister zu richten.

  14. Unter Aufsicht des in der Generalversammlung bestellten Wahlleiters werden jeweils gewählt:

    in ungeraden Jahren:
    1. Rittmeister, 2. Vorsitzender, 2. Schriftführer, 1. Schatzmeister, Oberleutnant (Zugführer), 1. Beisitzer, beide Fahnenoffiziere, Standartenträger, Festausschuss, ein Kassenprüfer, 1. Schießleiter

    in geraden Jahren:
    1. Vorsitzender, 1. Schriftführer, 2. Schatzmeister, 2. Rittmeister, 2. und 3. Beisitzer, beide Standartenoffiziere, Fahnenträger, Ehrenrat, ein Kassenprüfer, 2. Schießleiter, Feldwebel.

  15. Der geschäftsführende Vorstand hat das Recht, zu jeder Zeit eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen. Außerdem kann eine außerordentliche Generalversammlung durch die Mitglieder der Gesellschaft beantragt werden, wenn der Antrag von mindestens einem Viertel der ordentlichen Mitglieder unterzeichnet ist. Die Generalversammlung muss innerhalb von  sechs Wochen stattfinden, nachdem der Antrag beim geschäftsführenden Vorstand eingegangen ist.

  16. Alle ordnungsgemäß einberufenen Monats- und Generalversammlungen sind ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienen Mitglieder beschlussfähig. Die mit Mehrheit gefassten Beschlüsse sind für alle Mitglieder bindend.

  17. Die Wahl von Mitgliedern zu den einzelnen Aufgabenbereichen erfolgt durch geheime Wahl. Das zu wählende Mitglied muss die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen und sein Einverständnis zum Wahlakt erklärt haben. Bei Stimmengleichheit erfolgt ein neuer Wahlgang. Sofern nicht mindestens drei Anwesende widersprechen, kann auch offen gewählt werden. Gesamtwahlen sind zulässig.

    In Abwesenheit kann niemand gewählt werden, es sei denn, dem Wahlleiter sind besondere Gründe für die Abwesenheit des Mitgliedes bekannt.

  18. Der Ehrenrat ist zuständig bei Unklarheiten in Satzungsfragen und für die Schlichtung von Streitigkeiten. Er besteht aus fünf Mitgliedern und bestimmt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. Bei Sitzungen des Ehrenrates müssen mindestens drei seiner Mitglieder anwesend sein.

  19. Der jeweils von den Mitgliedern zu zahlende monatliche Beitrag zur Gesellschaft wird aufgrund von Versammlungsbeschlüssen festgesetzt.

    Mitgliedsbeiträge sind grundsätzlich Bringschulden. Bei Härtefällen kann vom geschäftsführenden Vorstand im Einzelfall auf Antrag eine Sonderregelung festgelegt werden.

  20. Jedes ordentliche Mitglied ist gehalten, an allen Veranstaltungen der Gesellschaft des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 e.V. teilzunehmen. Hauptmanns- und Offizierswahlfeste bzw. Bestätigungsfeste finden nach den turnusmäßigen Bestimmungen des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 e.V. statt.

  21. Bei Beerdigungen von Mitgliedern der Gesellschaft ist die Teilnahme Ehrenpflicht.

  22. Über Vorschläge des geschäftsführenden Vorstandes zur Aufnahme als ordentliches oder außerordentliches Mitglied oder als Jugendmitglied (Jungschütze) und zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Für die Aufnahme ordentlicher Mitglieder ist erforderlich:

    a. schriftliche oder mündliche Anmeldung beim geschäftsführenden Vorstand
    b. persönliches Gespräch mit dem geschäftsführenden Vorstand
    c. Besuch von mindestens drei Monatsversammlungen
    d. zwei Paten stellen sich zur Verfügung.

    Die Mitglieder haben die Versammlung zu unterrichten, wenn Tatsachen bekannt sind, die einer Aufnahme entgegenstehen.

    Mit der Aufnahme erhält das neue Mitglied die Vereinsnadel.

    Die Paten haften der Gesellschaft für die Integrität und Bonität zur Zeit der Aufnahme des neuen Mitglieds. Weiterhin verpflichten sich die Paten, das neue Mitglied an die Gepflogenheiten der Gesellschaft und des Regiments heranzuführen und ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

  23. Bleibt ein Mitglied mit den Beitragszahlungen länger als ein Jahr im Rückstand, so kann dieses Mitglied nach einer schriftlichen Mahnung (Zahlungsaufforderung) und weiterer Nichtzahlung der überfälligen Beiträge auf Beschluss des geschäftsführenden Vorstandes aus der Mitgliederliste gestrichen werden. Der Schatzmeister ist verpflichtet, dem geschäftsführenden Vorstand regelmäßig Beitragsrückstände mitzuteilen.

    An Mitglieder, die bis zum Schützenfest des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 e.V. im Juli nicht die vollen fälligen Beiträge der Gesellschaft gezahlt haben, kann die Ausgabe der Festkarten verweigert werden.

  24. Die in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres neu eingetretenen Mitglieder haben den vollen, die in der 2. Hälfte hinzugekommenen Mitglieder haben den halben Jahresbeitrag zu entrichten. Eine Aufnahmegebühr kann erhoben werden.

  25. Jedes ordentliche Mitglied und jeder Jungschütze verpflichtet sich mit dem Eintritt in die Gesellschaft, sich sofort die komplette Uniform zu beschaffen, die im Stoff, dem Schnitt und der Ausführung der Uniform der Gesellschaft entsprechen muss.

  26. Die Gesellschaft kann an verdiente Mitglieder silberne, goldene und goldene Ehrennadeln mit Brillanten sowie für besonders hervorragende Verdienste einen Ehrenring verleihen. Ferner können Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für die Gesellschaft eingesetzt haben, Ehrenbezeichnungen zuerkannt werden. Die in Frage kommenden Mitglieder bzw. Persönlichkeiten werden seitens des geschäftsführenden Vorstandes ausgewählt.

    Mitglieder, die 25 Jahre und länger in der Gesellschaft sind, erhalten die silberne Treuenadel; Mitglieder, die 40 Jahre und länger der Gesellschaft angehören, erhalten die goldene Treuenadel.

    Seitens der Gesellschaft verliehene Vereins und Ehrenzeichen gelten nur auf Lebenszeit des Mitgliedes. Sie sind nach dem Tode des Mitgliedes durch die Angehörigen an die Gesellschaft zurückzugeben.

  27. Die Mitgliedschaft in der Gesellschaft erlischt:

    a. bei Tod des Mitgliedes
    b. durch freiwilliges Ausscheiden, wenn dieses dem geschäftsführenden Vorstand schriftlich angezeigt wird und sämtliche Zahlungen bis zum Tage des Austritts an die Gesellschaft entrichtet sind. Der Jahresbeitrag ist in voller Höhe zu entrichten
    c. durch Ausschluss und Beschluss des geschäftsführenden Vorstandes wegen Beitragsschuld
    d. durch Ausschluss nach Versammlungsbeschluss.

    Die Versammlung kann auf Vorschlag des geschäftsführenden Vorstandes oder des Ehrenrates durch Beschluss ein Mitglied ausschließen, wenn das Mitglied durch

    1. richterliches Urteil eine entehrende Strafe erlitten hat und hierdurch das Ansehen der Gesellschaft in Mitleidenschaft gezogen wird;
    2. schwerwiegende oder verleumderische Beleidigungen eines oder mehrerer Mitglieder oder sonstige unwürdige Handlungen die Ehre der Gesellschaft geschädigt hat.

  28. Ausgeschiedene oder ausgeschlossene Mitglieder haben weder Anspruch auf das Vermögen der Gesellschaft noch auf Rückerstattung der von ihnen gezahlten Beiträge und ggfs. sonstige Zahlungen.

  29. Auf Beschluss der Versammlung können Umlagen für besondere Verwendungszwecke erhoben werden.

  30. Die Gesellschaft schießt jährlich einen neuen Kompaniekönig aus. Zum Schießen auf den Königsvogel und die Platte des Königsvogels sind alle ordentlichen Mitglieder mit Vollendung des 23. Lebensjahres berechtigt.

    Ein Kompaniekönig kann erst nach Ablauf von fünf Jahren wieder auf die Platte des Königsvogels der Gesellschaft schießen. Er hat aber während dieser Zeitspanne das Recht, auf die Pfänder des Königsvogels zu schießen.

    Die Jungschützen schießen den Jungschützenvogel aus, auf den Ehrenvogel können alle Mitglieder schießen.

  31. Solange die Gesellschaft noch fünf ordentliche Mitglieder zählt, kann diese nicht aufgelöst werden.

    Im Falle der Auflösung der Gesellschaft verfällt das restliche vorhandene Gesellschaftsvermögen und Inventar (Fahne, Standarte, Pokale usw.) dem St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 e.V.

  32. Allen Mitgliedern wird ein Exemplar dieser Satzung ausgehändigt.

  33. Änderungen dieser Satzung können nur durch Beschluss der Generalversammlung mit 2/3-Mehrheit vorgenommen werden.

 

 

Beitragsordnung für die Gesellschaft Reitercorps Wilhelm Marx

(gültig ab 01.01.2014)

 

  1. Der Jahresbeitrag beträgt für ordentliche Mitglieder 198 Euro, für außerordentliche Mitglieder 100 Euro.

  2. Mitglieder, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, Ehrenmitglieder und jugendliche Mitglieder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr sind beitragsfrei.

  3. Jugendliche Mitglieder vom 16. bis zum vollendeten 23. Lebensjahr zahlen 1/3 des vollen Mitgliedsbeitrags.

  4. Für aktive Reiter/innen beträgt der Zusatz-Jahresbeitrag 150 Euro, jugendliche Reiter/ innen zahlen 1/3 des vollen Reiterbeitrags; Reiter/innen bis zum vollendeten 15. Lebensjahr sind beitragsfrei.
  5. Über Änderungen der Beitragsordnung entscheidet die Generalversammlung mit einfacher Mehrheit.

 

Gesellschaft Reitercorps Wilhelm Marx

Düsseldorf

Gegr. 1926

 

 

(Fassung vom 28.11.2017)

 

Die Satzung des St. Sebastianus Schützenvereins von 1316 kann unter folgendem link eingesehen werden:

http://schuetzen1316.de/wp-content/uploads/2013/05/satzung-schuetzen1316.pdf